Die Welt am Abgrund – die Kuba-Krise
Ab 1958 stationierten die USA Atomraketen in der Türkei. Deren Reichweite erstreckte sich weit bis in die Sowjetunion (47.3). Das beunruhigte deren Führung. 1959 kam es zu einem Machtwechsel in Kuba. Der Revolutionsführer Fidel Castro vertrieb den kubanischen Diktator Batista, der ein Verbündeter der USA war. Fidel Castro war Kommunist und verbündete sich nach der Machtübernahme mit der Sowjetunion.
Bei Aufklärungsflügen des US-Militärs im Oktober 1962 wurden auf Kuba noch unbestückte Abschussanlagen für sowjetische Atomraketen entdeckt. Diese hätten beinahe jedes Ziel in den USA erreicht. Daraufhin beschloss der US-Präsident eine Blockade der Seewege nach Kuba.
Keine der beiden Großmächte wollte in diesem Konflikt zunächst nachgeben. Es bestand die Gefahr eines Atomkrieges. Am Ende lenkten jedoch beide Staaten ein: Die USA zogen ihre Atomraketen aus der Türkei ab, die Sowjetunion ihre aus Kuba. Knapp war die Welt einem verheerenden Atomkrieg entgangen.