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Klausurtraining – Lösungen
Schülerbuch Seite 31

 

Lösungen der Aufgaben


(31.1a) Die Umweltveränderungen durch den Braunkohletagebau im Raum Cottbus-Nord (M1) zu beschreiben, erfordert die wesentlichen Informationen aus dem Bild M1 zu entnehmen und diese schlüssig wiederzugeben (AFB I).

Der im Jahr 2013 noch aktive Tagebau Cottbus-Nord ist gekennzeichnet durch hellbraun bis hellgelb gefärbtes Abraummaterial, also Material, das abgetragen werden musste, um an die Rohstoffe zu gelangen. Dieses Abraummaterial nimmt große Flächen im Bildvordergrund und im rechten Bildbereich ein. Die dunkel gefärbten Kohleflöze, also die Kohlelagerstätten, die parallel zu den Gesteinsschichten verlaufen, heben sich im linken Bildbereich sichtbar von dem hellen Abraummaterial ab. 
Von diesem dunkel gefärbten Kohleflöz sind im Verlauf zum rechten Bildrand Schienen, LKW-Spuren und abgelagertes Material zu sehen. Am äußersten, rechten Bildrand ist das anstehende Deckgebirge zu erkennen. Auch im linken Bildhintergrund ist das bewaldete Deckgebirge sichtbar.
Im zentralen linken Bereich des Bildes zeigen sich die freigelegten, dunkel gefärbten Braunkohleschichten, die mit einem großen Schaufelradbagger abgebaut werden. Dieser hat einen direkten Anschluss an eine eigene Zugtrasse zum Abtransport der Kohle. Im hinteren Bereich dominiert eine Abraumförderbrücke, die sich quer über den gesamten Tagebau erhebt. Im Bereich der linken Abraumkante ist sie mit zwei  Eimerkettenbaggern verknüpft. Diese baggern das Fördergut mit Eimern ab und laden es über Förderbänder direkt auf einen Zug zum Abtransport ab.
Insgesamt stellt ein Braunkohletagebau einen massiven Eingriff in eine Landschaft dar und hinterlässt eine vegetationslose, künstliche Kraterlandschaft. 

(31.1b) Das Phänomen M1 dem entsprechenden Syndrom begründet zuzuordnen, verlangt die Umweltdegradation aufgrund des Braunkohletagebaus aus der Perspektive des Syndromansatzes zu betrachten und mit dem entsprechenden Syndrom in einen Zusammenhang zu stellen (AFB II). 

Der Syndromansatz zeigt grundsätzlich, dass bei der menschlichen Nutzung einer Landschaft Wechselwirkungen zwischen der Zivilisation und Umwelt auftreten, die häufig nach typischen Mustern ablaufen. Diese funktionalen Nicht-Nachhaltigkeits-Muster werden in Analogie zur Medizin als Syndrome bezeichnet. Sie gleichen charakteristischen Krankheitsbildern wie dem einer Landschaftszerstörung. 
Der Braunkohletagebau ist ein Abbau nicht-erneuerbarer, fossiler Ressourcen und führt zu einer Umweltschädigung bzw. Umweltdegradation. Sie kann als Katanga-Syndrom bezeichnet werden, weil die Art der Landschaftszerstörung mit der durch den Kohleabbau zerstörten Provinz im Süden der Demokratischen Republik Kongo vergleichbar ist.

(31.1c) Um die Bedeutung des Syndromkonzepts zu erklären, muss dessen Relevanz begründet werden (AFB II).

Das Syndromkonzept wurde vom „Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) 1993 und 1994 als integrierter Forschungsansatz entwickelt. Mit diesem sollen die ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Aspekte des Globalen Wandels in die Umweltforschung einbezogen werden. Durch diese Art vernetzten Denkens sollte die Problemlösungsorientierung sichergestellt werden. So lässt sich erklären, wie sich das System Erde durch anthropogene Eingriffe verändert, wie umgekehrt diese Prozesse durch die natürliche Veränderung des Erdsystems beeinflusst werden und ob und in welchem Maße Steuerungsmöglichkeiten des Globalen Wandels bestehen. Es wurde erkannt, dass viele Umweltbeeinträchtigungen eine globale Relevanz haben und die Lebensgrundlagen der Mensch spürbar beeinflussen (z.B. der Klimawandel, die Gefährdung der Weltmeere, der Verlust der Biodiversität, die Bodendegradation bzw. die Süßwasserverknappung). Deshalb sollte für die Bewältigung derartiger komplexer Kernprobleme nach geeigneten Lösungsansätzen geforscht werden.

(31.2a) Das Projekt mithilfe von Basiskonzepten zu analysieren, verlangt das Material M2 hinsichtlich unterschiedlicher Perspektiven der Basiskonzepte systematisch zu untersuchen und auszuwerten (AFB II).

Geographische Basiskonzepte dienen als Analyseinstrumente und betrachten einen Sachverhalt, hier das Projekt Cottbuser Ostsee, aus verschiedenen Perspektiven.

Perspektive „Mensch-Umwelt-System“:
Mit dem Braunkohletagebau hat der Mensch massiv in die Landschaft der Lausitz eingegriffen und nach dessen Stilllegung eine Mondlandschaft hinterlassen. Seit 2019 macht der Mensch diese Tagebaufolgelandschaft zu einem riesigen, künstlichen See. Damit greift er wieder in die Umwelt ein, weil das zur Flutung benötigte Wasser größtenteils der Spree entnommen wird. Der See soll u. a. einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, jedoch befürchten Experten, dass die große Verdunstungsfläche des Sees der Lausitz erhebliche Mengen Wasser entziehen wird. Damit könnte sich auch der Wassermangel im Spreewald und in Berlin weiter verschärfen. Zudem könnten Bergbaurückstände die Wasserqualität und Unterwasserwelt des Sees beeinträchtigen.

Perspektive „Struktur-Funktion-Prozess“:
Mit dem Projekt Cottbuser Ostsee wird eine Tagebaufolgelandschaft zu einem riesigen, künstlichen See. Dieser erfüllt mehrere Funktionen. Zum einen wird durch den See ein attraktiver Standort zum Wohnen geschaffen. Als Naherholungsgebiet mit Freizeit- und Sportaktivitäten und als Erlebnisregion bietet der See Raum zur Erholung. Er ist Forschungsgegenstand hinsichtlich der Renaturierungsmaßnahme und der Produktion regenerativer Energie durch Photovoltaik. Außerdem ist der See ein wirtschaftlicher Impulsgeber, da er zu einem Imagewandel der Region führen kann. 
Die Attraktivität, die man sich von dem Cottbuser Ostsee verspricht, soll den Tourismus aufleben lassen.  Durch die riesige Photovoltaikanlage auf dem See soll zudem Strom für neue Wohngebiete und Unternehmensstandorte produziert werden. Durch die Seewasserwärmepumpe soll Energie für die umgebende Region bereitgestellt und die Abwanderung der Bevölkerung gestoppt werden. 
Der Prozess der Projektumsetzung soll bis 2030 andauern. Erste Probleme wie Uferrutschungen und Ufererosion erfordern bereits heute aufwändige Ufersanierungen.

Perspektive „Maßstabsebenen“:
Mit 1900 Hektar entsteht aus der Mondlandschaft des ehemaligen Braunkohletagebaus der größte künstlich angelegte See Deutschlands. Er soll für die gesamte Lausitz neue Perspektiven aufzeigen. Die schwimmende Photovoltaikanlage soll eine Fläche von 22 Fußballfeldern einnehmen.

Perspektive „Raumkonzepte“:
Der Raum als Container entspricht dem Mensch-Umwelt-System. Der Raum ist also durch den Strukturwandel nach Stilllegung des Braukohleabbaus stark von Veränderungen betroffen. 
Der Raum als Beziehungsraum hat enorme Bedeutung für die Menschen vor Ort, aber auch für die gesamte Region. Zudem wird der See klimatische Auswirkungen für die Lausitz sowie hydrologische Konsequenzen für die Spree und damit für den Spreewald und Berlin haben. Die Photovoltaikanlage wird Energie für Cottbus sowie die Umgebung produzieren. 
Der Raum als wahrgenommener Raum wird als Entwicklungsprojekt für die Stadt und Region positiv bewertet, weil die Lebensqualität gesteigert wird. Umweltaktivisten dagegen befürchten eine Störung des Wasserhaushalts im See durch Bergbaurückstände sowie eine Veränderung des Regionalklimas und zunehmende Trockenheit. 
Der Raum als konstruierter Raum wird von den Stadtplanern als innovative, klimaschutzorientierte Stadtlandschaft gesehen. Umweltaktivisten sehen die neu entstehende künstliche Landschaft als Ort neuer Umweltprobleme.

Perspektive „Zeithorizonte“:
Die Renaturierungsmaßnahme des eigentlichen Braunkohletagebaus soll bis 2030 dauern. Die Flutung des Sees begann 2019. Ende 2024 war der See vollständig geflutet. Es ist davon auszugehen, dass Infrastrukturmaßnahmen auch über das Jahr 2030 hinaus fortgesetzt werden.   

Perspektive „Nachhaltigkeitsviereck“:
Das Entwicklungsprojekt kann mithilfe der wesentlichen Zieldimensionen der Nachhaltigkeit betrachtet werden. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in Cottbus und der Lausitz soll durch den Imagewandel gesteigert werden. Dazu trägt einerseits der Tourismus, andererseits die Bereitstellung regenerativer Energie bei, welche die Ansiedlung von Unternehmen erleichtern wird. Auf sozialer Ebene kann sich die Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort verbessern und die Abwanderung gestoppt werden. Inwiefern der Ostsee ökologisch verträglich sein wird, muss sich an den Änderungen des Mikroklimas, den Lebensbedingungen für Flora und Fauna sowie den hydrologischen Auswirkungen zeigen. Das Projekt wird aufgrund demokratischer Entscheidungen im Stadtrat und Landtag entschieden worden sein. Damit ist auch die vierte Zieldimension der Nachhaltigkeit in das Projekt integriert. 


(31.2b) Die Erwartungen für und die Bedenken gegen das Projekt zu erörtern, erfordert die Pro- und Contra-Argumente anzuführen und ein begründetes Urteil zu fällen (AFB III).

Für das Projekt Cottbuser Ostsee sprechen folgende Argumente: 
Die unattraktive Mondlandschaft nach Stilllegung des Braunkohletagebaus wird durch den künstlich angelegten See zu einer attraktiven Stadt- und Freizeitlandschaft, welche die Lebensqualität der Menschen in der Großstadt und der Region erheblich verbessert. Der Imagewandel fördert die Ansiedlung von innovativen Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund der Verfügbarkeit grüner Energie infolge der großen Photovoltaikanlage. Auch bietet das Projekt Forschungseinrichtungen die Chance ein derartiges Renaturierungsprojekt bzw. die Funktion von großen Photovoltaikanlagen wissenschaftlich zu begleiten.

Gegen das Projekt Cottbuser Ostsee sprechen folgende Argumente: 
Die Tagebauflutung könnte den Wasserhaushalt vor Ort, in der Lausitz und in der weiteren Umgebung bis in den Spreewald und nach Berlin stören. Bergbaurückstände könnten die Wasserqualität und den Lebensraum im See beeinträchtigen bzw. vergiften. Uferrutschungen und Ufererosion sind bereits zu Problemen geworden und müssen aufwändig saniert werden. Zudem wird das Projekt nur mit einem enormen finanziellen Aufwand umsetzbar sein und Folgekosten nach sich ziehen.

Urteil: Nach Stilllegung eines Braunkohletagebaus bleibt eine wüstenartige, unattraktive Mondlandschaft zurück, die im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung auf jeden Fall renaturiert werden muss. Die dabei entstehenden enormen Kosten müssen vom Bergbauunternehmen, der Kommune und dem Land gemeinsam finanziert werden. Somit ist das Projekt Cottbuser Ostsee grundsätzlich ein sinnvolles, attraktives Entwicklungsprojekt für die Stadt und die Region. Die Folgen des Projekts können jedoch nicht final beurteilt werden, da die Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar sind. Im ökonomischen und sozialen Bereich zeichnen sich aktuell eher positive Folgen ab, erste ökologische Probleme werden jedoch bereits deutlich.

(31.3a) Das Satellitenbild M3 zu beschreiben, erfordert konkrete landschaftliche Merkmale zu nennen (AFB III). 

Zentral im Satellitenbild ist ein großer See zu erkennen, der Cottbuser Ostsee. In diesem gibt es im rechten unteren Bereich zwei Inseln sowie im oberen rechten Bereich ein Solarkraftwerk, das auf dem See schwimmt. Rechts unten ist ein weiterer kleiner See zu erkennen. 

Um den See sind verschiedenen Infrastruktureinrichtungen, insbesondere für Naherholungsangebote und touristische Angebote, mit Ziffern markiert. Im nördlichen Bereich gibt es Campingplätze und Ferienhäuser. Angebote wie Sport- und Spielflächen, Badestrände und Bootsanleger sowie eine Verkehrsanbindung mit ÖPNV und Parkplätzen gibt es um den ganzen See herum. Die Ausnahme ist das östliche Ufer des Sees, an dem es ein Biotop gibt.  

Im links unteren Bereich des Satellitenbildes kann man an der dichten Bebauung einen Teil der Stadt Cottbus erkennen. Gewerbegebiete sind über das Stadtgebiet verteilt. Nördlich des Sees sind landwirtschaftliche Flächen und Wälder anhand der vielen hell- und dunkelgrünen Flächen zu erkennen.  

Östlich des Sees sind neben grünen Flächen auch bräunliche Flächen zu erkennen. Diese ehemaligen Tagebauflächen wurden durch den Menschen nach und nach renaturiert.

(31.3b) Die nachhaltige Entwicklung im Satellitenbild M3 zu überprüfen, erfordert die in Aufgabe 4a herausgearbeiteten Merkmale in die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit einzuordnen und den Stand der Umsetzung zu messen (AFB III). 

Soziales: Durch die Flutung des ehemaligen Tagebaus zum Cottbuser Ostsee wurden Naherholungsangebote für die Bevölkerung vor Ort, aber auch für Touristen geschaffen. Dadurch ergeben sich neue Arbeitsplätze. Zudem findet ein Imagewandel der Region statt. So sollen die Lebensqualität der Bevölkerung steigen und die Abwanderung gestoppt werden. 

Umwelt: Die Renaturierung ehemaliger Tagebauflächen fördert eine nachhaltige Entwicklung der Umwelt. Neu geschaffene Biotope schützen die Umwelt. Außerdem werden erneuerbare Energien gefördert, z. B. durch die Photovoltaikanlagen auf dem See. Jedoch sind die Umweltfolgen durch die Flutung des Sees nicht einzuschätzen. Außerdem können Tagebaurückstände der Umwelt weiterhin schaden. 

Wirtschaft: Am Cottbuser Ostsee ist zu erkennen, dass ein Strukturwandel in der Region stattgefunden hat. Der ehemals zentrale Wirtschaftszweig Bergbau wurde durch den tertiären Sektor abgelöst. Um den Cottbuser Ostsee wurden z.B. viele Einrichtungen geschaffen, die den Tourismus in der Region stärken und somit neue Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor schaffen. Die verschiedenen Gewerbegebiete deuten darauf hin, dass der sekundäre Sektor trotzdem nicht komplett wegbricht. Für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung muss der Dienstleistungssektor in dem Gebiet weiter gestärkt und möglichst breit aufgestellt werden. Dies kann durch den Imagewandel der Region gelingen. Auch das große Angebot erneuerbarer Energien durch die Photovoltaikanlage auf dem See, kann neue Unternehmen anlocken. 

Politik: Wie politisch nachhaltig die Entwicklung des Cottbuser Ostsees ist, ist im Satellitenbild nicht zu erkennen. Nachhaltig wäre das Projekt nur, wenn politische Entscheidungen zum See demokratisch getroffen wurden, also die Bevölkerung einbezogen wurde. 

Fazit: Die Vielfalt der Infrastruktur schließt ökonomische, ökologische und soziale Einrichtungen ein und zeigt, dass sich das Projekt Cottbuser Ostsee an den Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung orientiert. Der Imagewandel der Region und der Wandel vom sekundären zum tertiären Wirtschaftssektor bilden eine gute Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung. Ob die Strategie langfristig aufgeht, wird sich erst in Zukunft zeigen. Auch im Bereich Umwelt muss sich langfristig zeigen, wie nachhaltig die Entwicklung wirklich ist, da die Spätfolgen des Braunkohleabbaus und der Flutung des Sees für die Umwelt nicht vorherzusehen sind.  

(31.3c) Aus dem Satellitenbild M3 sind typische Merkmale von Satellitenbildern herauszuarbeiten und diese den Merkmalen thematischer Karten gegenüberzustellen zu (AFB I).  

Ein Satellitenbild bildet einen Ausschnitt der Erdoberfläche und damit die Realität 1:1 ab. Alle Strukturen und Einrichtungen sind aus der Luft erkennbar. Die Inhalte eines Satellitenbildes werden nicht genauer erklärt oder markiert. Im Gegensatz zu thematischen Karten gibt es keine eindeutigen Kartenzeichen wie Flächen- und Liniensignaturen, Schraffuren, Symbole oder Beschriftungen.  

Im Gegensatz zu thematischen Karten werden Satellitenbilder nicht zu einem vorgegebenen Thema erstellt. Zudem sind sie, anders als thematische Karten, nicht generalisiert. In thematischen Karten fehlen also immer Inhalte, die auf dem Satellitenbild zu erkennen sind. Jedoch können Satellitenbilder durch die vielen kleinen Strukturen unübersichtlich und uneindeutig sein.  

(31.4) Die Aussage „Die größte Landschaftsbaustelle Europas vereint Vergangenheit und Zukunft“ zu beurteilen, verlangt anhand von Beurteilungskriterien wie Strukturen der ehemaligen Tagebaulandschaft und Strukturen einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Entwicklung ein begründetes Sachurteil zu fällen (AFB III).

Auf die ehemalige Tagebaulandschaft weisen vor allem die Form, Lage und Größe des Sees hin, der sich im Bereich des zentralen Braunkohletagebaus befindet. Die Uferrutschungen und Ufererosion zeugen von der enormen Steilheit der ehemaligen künstlich geschaffenen Grubenwände. 
Auf eine zukunftsorientierte, nachhaltige Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft weisen die unterschiedlichen Maßnahmen und Einrichtungen der Stadt-, Gewerbe-, Verkehrs- und touristischen Infrastruktur hin. Auch die Ausweisung besonderer, schützenswerter Biotope sind ein Hinweis. 

Urteil: Aus den oben genannten Gründen kann der Aussage zugestimmt werden, weil die Renaturierung der Landschaft als Tagebaufolgelandschaft erkennbar ist und sich an einer zukunftsorientierten Entwicklung orientiert.


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