Deutschland - Bevölkerungswanderung
Überblick
Die Karte zeigt die Bevölkerungswanderung nach Kreisen und kreisfreien Städten zwischen den Jahren 2013 und 2023. Diese ergibt sich aus der aufsummierten Differenz zwischen Zuwanderung und Abwanderung in jedem Jahr innerhalb dieses Zeitraums und fällt für alle Gebietseinheiten positiv aus. Die Werte variieren zwischen rund 1 Prozent (Erzgebirgskreis in Sachsen) und 19 Prozent (Stadt Leipzig in Sachsen). Nur wenige Kreise und kreisfreie Städte zeigen ein Wanderungssaldo von unter 5 Prozent (51 von 400), sie liegen überwiegend im mittleren und südlichen Osten Deutschlands, sowie in peripheren Regionen Nordrhein-Westfalens und Bayerns. Diese Kreise sind oftmals relativ wirtschaftsschwach (geringes Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner). Daher ist davon auszugehen, dass viele Einwohner diese Kreise auf der Suche nach Arbeit oder Bildung verlassen. Ausnahmen sind Großstädte wie München, Stuttgart, Köln oder Wiesbaden, die einen hochpreisigen, engen Wohnungsmarkt aufweisen und deshalb eine vergleichsweise geringe Zuwanderung erfahren.
Große Zuwanderungsgewinne von 10 Prozent und mehr verzeichnen 61 Kreise und kreisfreie Städte, die besonders in Bayern, Brandenburg, Schleswig-Holstein, sowie in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zu finden sind, vereinzelt auch in Baden-Württemberg und Hessen. Es handelt sich um wirtschaftsstarke Regionen, größere Städte sowie Regionen mit hoher Lebensqualität, die sich insbesondere im Süden Deutschlands finden. Ebenso vertreten sind suburbane Wohnstandorte um Großstädte, in denen Wohnungen rar und teuer sind. Auffallend ist der starke Zuzug nach Berlin und in sein Umland, das große Teile Brandenburgs einnimmt. Ähnliches gilt für München und sein Umland.