Europa - Ausländische Bevölkerung
Überblick
Die Karte zeigt die im Ausland geborene Bevölkerung in einem Land, unabhängig davon, welche Staatsangehörigkeit sie besitzt. Schon lange vor der Flüchtlingskrise 2015/2016 war der Ausländeranteil besonders in vielen nord-, west-, süd- und mitteleuropäischen Staaten hoch und stieg kontinuierlich an. Dazu beigetragen hat auch die Arbeits- und Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten und die Aufnahme osteuropäischer Staaten in die EU seit 2004. So verließen viele Frauen und Männer jüngeren und mittleren Alters ihre osteuropäische Heimat, um in EU-Staaten mit einem deutlich höheren Einkommensniveau und besseren Arbeitsmöglichkeiten und -bedingungen ihren Unterhalt zu verdienen und damit z. T. auch abhängige Angehörige (z. B. Kinder, Eltern, Geschwister) in der Heimat zu unterstützen. In Luxemburg wurde 2024 die Hälfte der Bevölkerung im Ausland geboren, in der Schweiz ist es mehr als ein Viertel. Weitere Werte von über 15 Prozent weisen viele nord-, west- und mitteleuropäische Staaten auf (auch Deutschland, vgl. Karte 49.5 „Deutschland – Ausländische Bevölkerung“). Dagegen gibt es aber auch zahlreiche Länder in Europa, in denen sehr viel weniger im Ausland geborene Bevölkerung lebt. So liegt in Rumänien, Polen, der Türkei und Bulgarien der Anteil unter 5 Prozent.