Island - Physische Karte

Nordeuropa - Physische Karte
978-3-14-100371-0 | Seite 62 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 6000000

Überblick

Die rund 103 000 Quadratkilometer große Insel Island ist etwa 20 Millionen Jahre alt und damit relativ jung. Ihre Entstehung verdankt sie der Lage auf dem untermeerischen Mittelatlantischen Rücken, an der Nahtstelle zweier Erdplatten.

Vulkanismus

Island gilt als größte Vulkaninsel der Welt: Hier driften die eurasische und die nordamerikanische Platte auseinander, wodurch Magma nach oben austritt, das fortwährend die Insel gestaltet. Dabei entstehen unzählige Geysire. Geysire sind heiße Springquellen, die durch das Grundwasser gespeist werden. In regelmäßigen Zeitabständen stoßen Geysire das Wasser mit hohem Druck wie ein Springbrunnen aus. Island ist auch ein Land der Gletscher, die etwa elf Prozent der Landesfläche bedecken. Der mit Abstand größte Gletscher Islands ist der Vatnajökull im Südosten der Insel. Er erstreckt sich über eine Fläche von über 8000 Quadratkilometer und gilt mit einem Volumen von knapp 3000 Kubikkilometer als (volumenmäßig) größter Gletscher Europas. Unter dem Vatnajökull befinden sich – wie unter nahezu allen Gletschern Islands – aktive Vulkane. Im März 2010 brach der Vulkan Eyjafjallajökull unter dem gleichnamigen Gletscher aus. Der Ausbruch hatte nicht nur Auswirkungen auf Island, sondern die Aschewolke beeinträchtigte auch mehrere Tage den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas.

Besiedlung und Wirtschaft

Siedlungen und Verkehr lassen eine deutliche Orientierung auf die Küsten erkennen. Das Landesinnere der seit dem 9. Jahrhundert dauerhaft bewohnten Insel ist kaum erschlossen. Generell gilt Island als einer der am dünnsten besiedelten Staaten Europas.

Zu einer der wichtigsten Erwerbsquellen hat sich auf Island der Tourismus entwickelt, wobei die heißen Quellen, die Wasserfälle und die Gletscher die Hauptattraktionen bilden (vgl. Karte 80.1 „Nordeuropa – Wirtschaft“).

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