Niedersachsen - Bevölkerungsentwicklung 2003-2023
Überblick
Die Karte zeigt die Entwicklung der niedersächsischen Bevölkerung zwischen den Jahren 2003 und 2023. Dabei beziehen sich die Angaben auf jene Menschen, die ihren Hauptwohnsitz in Niedersachsen haben. Dies betrifft auch alle gemeldeten Einwohner mit Migrationshintergrund.
In Niedersachsen waren im Jahr 2003 insgesamt rund 7,99 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner gemeldet, Ende des Jahres 2023 war diese Zahl auf rund 8,00 Millionen gestiegen.
Bei der Ermittlung von Bevölkerungszahlen spielen sowohl die Anzahl der Geburten- und Sterbefälle als auch Wanderungen innerhalb des Landes und über die Landesgrenze hinaus eine Rolle.
Bevölkerungszuwächse und -abnahmen
Die Entwicklung der niedersächsischen Bevölkerung ist regional sehr unterschiedlich. Zu den Regionen mit gestiegenen Bevölkerungszahlen gehören vor allem die die westlichen, zentralen und nördlichen Teile Niedersachsens. Besonders hervorzuheben sind hierbei das Emsland, das Ammerland, der Landkreis Cloppenburg und die nördlichsten Landkreise nahe Hamburg.
In anderen Teilen des Landes ist die Bevölkerungszahl entweder zurückgegangen oder stagniert. Vor allem die Regionen im Süden und Osten des Landes waren im betrachteten Zeitraum von stärkerem Bevölkerungsrückgang betroffen. Zu den Regionen mit sehr stark abnehmender Bevölkerung gehören die Landkreise Goslar, Northeim und Holzminden. Auch in der Küstenregion, etwa bei Cuxhaven, Wilhelmshaven und in Teilen Frieslands, sind in den vergangenen zwanzig Jahren Rückgänge zu verzeichnen.
Der benachbarte Stadtstaat Bremen verzeichnete zwischen 2003 und 2023 einen Bevölkerungszuwachs, wogegen Bremerhaven (zugehörig zum Bundesland Bremen) von einer Bevölkerungsabnahme betroffen war.
Voraussagen zufolge wird die Bevölkerungszahl Niedersachsens bis zum Jahr 2050 insgesamt zurückgehen. Dann werden – Experten zufolge – etwa 7,86 Millionen Menschen in Niedersachsen ihren Hauptwohnsitz haben.
Geburten und Sterbefälle
Im Jahr 3023 kamen in Niedersachsen deutlich weniger Kinder zur Welt als zwanzig Jahre zuvor. Während im Jahr 2003 rund 70 563 Geburten erfasst wurden, waren es 2023 nur noch 67 162 Geburten. Demgegenüber steht ein Rückgang der Sterbefälle. Die Menschen werden durchschnittlich immer älter. Ende 2024 waren etwa 23 Prozent der Bewohner älter als 65 Jahre. Hingegen waren nur 5,4 Prozent der Bevölkerung unter sechs Jahre alt.
Im Jahr 2024 lag die Geburtenrate in Niedersachsen im Vergleich der Bundesländer mit durchschnittlich 1,42 Kindern pro Frau am höchsten. Der deutschlandweite Durchschnitt erreichte einen Wert von 1,35 Kindern pro Frau. Jedoch gab es innerhalb von Niedersachsen deutliche Unterschiede. Am höchsten war die Geburtenrate im Landkreis Gifhorn mit 1,72 Kindern pro Frau, gefolgt von der kreisfreien Stadt Salzgitter (1,7) und dem Landkreis Cloppenburg (1,69). Am niedrigsten lag sie in der kreisfreien Stadt Oldenburg (1,15) und dem Landkreis Göttingen (1,23). Direkt in der Universitätsstadt Göttingen lag die Geburtenrate je Frau sogar nur bei 1,0.
Fort- und Zuzüge
Die Wanderungsbewegungen beeinflussen ebenfalls die Bevölkerungszahl. In der Karte ist die Entwicklung der Fort- und Zuzüge über die Landesgrenze von Niedersachsen im Zeitraum 2003 bis 2023 dargestellt. Die Angaben beziehen sich auf Wanderungen zwischen Niedersachsen und den anderen Bundesländern.
Die Anzahl der Fortzüge liegt insgesamt unter der der Zuzüge. So verlagerten zwischen 2003 und 2023 etwa 2,45 Million Menschen ihren Hauptwohnsitz von Niedersachsen in ein anderes Bundesland. Die Zahl der Zuzüge von einem anderen Bundesland nach Niedersachsen lag im selben Zeitraum bei rund 2,37 Million.
Die unterschiedlich dicken Pfeile in der Karte beschreiben die Entwicklung der Wanderungszahlen bezogen auf die einzelnen Bundesländer. Den größten Wanderungsanteil macht Nordrhein-Westfalen aus, sowohl als Herkunfts- als auch als Zielbundesland. Im Zeitraum von 2003 bis 2023 verlegten etwa 647 500 Menschen ihren Hauptwohnsitz von Niedersachsen in das benachbarte Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Zuzüge war im gleichen Zeitraum beinahe identisch.