Schleswig-Holstein - Bevölkerungsdichte

Schleswig-Holstein - Bevölkerung, Raumordnung und Wirtschaft
978-3-14-100453-3 | Seite 18 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 2000000

Bevölkerungsdichte in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein ist nach den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie dem Saarland das fünftkleinste deutsche Bundesland. Auf der Landesfläche von 15 799 km² leben rund 2,96 Mio. Menschen (Stand 2025). Wird diese Einwohnerzahl rechnerisch durch die Fläche geteilt, erhält man eine Bevölkerungsdichte von 187 Einwohnern pro km². Mit diesem Wert liegt die Bevölkerungsdichte in Schleswig-Holstein unter dem Bundesdurchschnitt von 234 Einwohnern pro km².

Bevölkerungsverteilung in Schleswig-Holstein

Innerhalb des Bundeslandes zeigt sich eine ungleichmäßige Bevölkerungsverteilung. Eine besonders hohe Einwohnerzahl haben die kreisfreien Ostseestädte Kiel (knapp 253 000 Einw.), Lübeck (knapp 217 000 Einw.) und Flensburg (ca. 96 300 Einw.) sowie das Umland von Hamburg mit den Kreisen Pinneberg und Stormarn. Weitere Räume mit einer hohen Bevölkerungsdichte bilden Neumünster, Rendsburg, Itzehoe, Husum und Heide – diese werden daher als Verdichtungszentren bezeichnet. Betrachtet man die Kreise Schleswig-Holsteins, so ist Pinneberg der kleinste und gleichzeitig bevölkerungsdichteste Kreis (490 Einw./km²). Die Kreise Nordfriesland (82 Einw./km²), Schleswig-Flensburg (99 Einw./km²) und Dithmarschen (93 Einw./km²) sind dagegen sehr dünn besiedelt.

Bevölkerungsentwicklung in Schleswig-Holstein

Noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein galt Schleswig-Holstein als klassisches Agrarland. Einzige Großstädte (Städte mit mehr als 100 000 Einw.) waren und sind Kiel (seit 1900) und Lübeck (seit 1911).

Nach den neuesten Vorausberechnungen wird die Einwohnerzahl Schleswig-Holsteins zunächst noch leicht steigen und etwa 2032 mit rund 2,98 Millionen Menschen ihren Höchststand erreichen. Anschließend reichen die Wanderungsgewinne nicht mehr aus, um die hohen Sterbezahlen auszugleichen, sodass die Bevölkerung wieder leicht zurückgeht. Bis 2040 wird die Einwohnerzahl voraussichtlich auf etwa 2,97 Millionen sinken und damit insgesamt nur minimal über dem Stand von 2024 liegen.

Bevölkerung in Hamburg

Hamburg ist mit knapp 1,9 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern sowie 755 km² Fläche nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands. In den letzten Jahren ist die Bevölkerungszahl des zentralen Stadtbereiches, auch Kernstadt genannt, aufgrund von Zuwanderung ständig gewachsen. Die Anzahl der Einwohner Hamburgs, die aus der Kernstadt ins Umland gezogen sind, konnte ausgeglichen werden durch die Anzahl an Menschen, die zugezogen sind.

Bevölkerungsentwicklung in Hamburg

Für Hamburg wird insgesamt ein anhaltendes Bevölkerungswachstum erwartet, das vor allem durch deutliche Wanderungsgewinne getragen wird. Bis 2030 dürfte die Hansestadt erstmals die Marke von zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern überschreiten und anschließend weiterwachsen, sodass bis 2040 rund 2,02 Millionen Menschen in Hamburg leben könnten. Besonders stark nimmt dabei die Zahl der älteren Menschen zu: Die Gruppe der über 65‑Jährigen wächst voraussichtlich um rund 25 Prozent, was die Altersstruktur der Stadt langfristig deutlich verändern wird.

Metropolregion Hamburg

Die Hansestadt ist Kern einer so genannten „Metropolregion“. Es handelt sich dabei um eine Region im Umkreis einer Metropole, die eine hohe Bevölkerungsdichte aufweist. Zur Metropolregion Hamburg gehören sieben schleswig-holsteinischen Landkreise und drei kreisfreie Städte. Niedersachsen trägt mit acht Landkreisen bei. In Mecklenburg-Vorpommern sind es zwei Landkreise und eine kreisfreie Stadt, die das Gesamtgebiet der Metropolregion Hamburg vervollständigen. Insgesamt ergibt das eine Fläche von knapp 28 500 km² mit 5,5 Mio. Menschen.

Die höchste Bevölkerungsdichte der Metropolregion befindet sich mit über 2 467 Einwohnern pro km² (2024) im Hamburger Stadtgebiet. Mit der Entfernung vom Zentrum nimmt die Einwohnerdichte ab und erreicht in den sechs direkt an die Hansestadt angrenzenden Kreisen und dem Kreis Steinburg 126 bis 490 Einwohner pro km². In dem am dünnsten besiedelten Landkreis der gesamten Metropolregion (Kreis Lüchow-Danneberg) leben durchschnittlich weniger als 40 Einwohner pro km².