Südliches Afrika - Physische Karte

Südliches Afrika - Physische Karte
978-3-14-100453-3 | Seite 132 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 18000000

Überblick

Fast das gesamte südliche und östliche Afrika liegt in relativ großer Höhe (Hochafrika) von mindestens 500 Meter über dem Meeresspiegel. Größere Ebenen gibt es nur an der Ostküste zum Indischen Ozean. Vor der Ostküste Mosambiks befinden sich die Insel Madagaskar, die zur Hälfte ebenfalls über 500 m ü. M. liegt, sowie die unzähligen kleinen Inseln der Seychellen und Komoren und die größeren, südlich gelegenen Maskarenen.

Zwischen Becken und Gebirgen

Der Süden des Kontinents wird von einem sehr stabilen, alten Schild gebildet. Schilde sind starre Erdkrustenstücke, aus denen sich die heutigen Kontinente entwickelten. Der Schild ist in Becken und Schwellen gegliedert (z. B. Lundaschwelle, Kalaharibecken). Becken sind tief liegende Landschaften, in denen sich häufig sumpfige Flusstäler bilden, wie im 200 bis 500 m ü. M. gelegenen Kongobecken. Zum Teil erreichen die Schwellen oder auch Gebirge rund um die Becken sehr große Höhen, wie zum Beispiel die Drakensberge. Dem tektonisch unauffälligen Süden steht der Osten Afrikas gegenüber, der von aktiver Tektonik (Verschiebungen und Bewegungen in der Erdkruste) betroffen ist. Den Oberflächenformen folgt das Gewässernetz (Flüsse und Seen). Die größten Höhen im Süden des Kontinentes werden am 5895 Meter hohen Kilimandscharo und den anderen großen Vulkanen Ostafrikas sowie in den Drakensbergen erreicht.

Die Namib

An der Westküste Namibias befindet sich die Wüste Namib. Die Region zeichnet sich durch extreme Temperaturschwankungen und Trockenheit aus. Die Tagestemperaturen liegen häufig bei über 50 °C, in der Nacht können die Temperaturen auf etwas unter 0 °C sinken. Die Trockenheit in der Namib ist auf küstennahe, kalte Meeresströmungen zurückzuführen. Dies führt zur Kondensation der in der Luft enthaltenen Feuchtigkeit. Da die Luft jedoch durch die Abkühlung vom Meer nicht aufsteigt, kommt es nicht zu Regen. Dafür gibt es an ungefähr 200 Tagen im Jahr Nebel in der Küstenregion. Dieser Nebel schlägt sich in den kalten Frühmorgenstunden nieder und ist für viele der hier lebenden Tiere und Pflanzen die einzige Feuchtigkeitsquelle.

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