Trier - Heutige Stadt

Rheinland-Pfalz und Trier - Trier - Territorial- und Stadtentwicklung
978-3-14-100390-1 | Seite 27 | Abb. 8| Maßstab 1 : 20000

Überblick

Das heutige Trier

Trier ist heute eine kreisfreie Stadt mit etwa 110 600 Einwohnern (Stand Dezember 2018). Die Stadt gliedert sich in typischer Weise in die drei Bereiche Geschäftszentrum, Wohngebiete und Gewerbegebiete. Das Stadtzentrum ist geprägt durch eine starke Ballung an Geschäftszentren, kulturellen und sozialen Einrichtungen sowie zahlreichen Verwaltungsgebäuden. Charakteristisch für Trier ist die Lage in der Mitte einer Talweitung im mittleren Moseltal. Im Südosten der Stadt erstrecken sich bewaldete und zum Teil mit Weinanbauflächen versehene Hänge zu den Hochflächen des Hunsrück, im Nordwesten zu den Gebirgsgegenden der Eifel.

Tradition und Gegenwart: Die Entstehung der modernen Stadt

Das für die Struktur der heutigen Stadt entscheidende Wachstum fand durch die Bevölkerungsexplosion und die Industrialisierung im 19. Jahrhundert statt. Trier wuchs in dieser Zeit endgültig über die Grenzen der mittelalterlichen Stadt hinaus. Daraufhin wurden im späten 19. Jahrhundert die Stadtmauer und die meisten Stadttore abgerissen.

 

Im Zweiten Weltkrieg lag die Stadt ab 1944 im unmittelbaren Frontverlauf und wurde von amerikanischer Artillerie beschossen. Noch gravierender waren britische Luftangriffe im Dezember 1944, die weite Teile der Trierer Altstadt zerstörten.

 

Die Identität der Stadt Trier bleibt jedoch wesentlich in seiner rund 500 Jahre andauernden römischen Geschichte begründet. Aufgrund der Vielzahl der entsprechenden architektonischen Überreste ist die Stadt seit 1986 Teil des Weltkulturerbes. Auf der Karte sind die sieben Bauten der UNESCO-Liste zu erkennen: Römerbrücke, Barbarathermen, Porta Nigra, Dom, Basilika, Kaiserthermen und Amphitheater.

 

Der Grundriss der römischen Stadt ist am Verlauf der beiden von Nord nach Süd und von West nach Ost verlaufenden Hauptstraßen nachzuvollziehen. Die Saarstraße zieht sich über die Neustraße, die Brotstraße und die Simeonstraße bis zur Porta Nigra. Die Kaiserstraße/Südallee verbindet noch immer die Römerbrücke mit den Kaiserthermen. In der Nordhälfte der alten römischen Stadt entwickelte sich das mittelalterliche Trier. Dort erstreckt sich heute – rund um den Kornmarkt – das moderne Geschäftszentrum mit der Fußgängerzone.

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