Europa - Asylbewerber
Überblick
Die Karte zeigt die Verteilung von Asylbewerbern im Jahr 2024, und zwar pro 1000 Einwohner, also vergleichbar zwischen den einzelnen Ländern. Asylbewerber sind Personen, die in einem anderen Land einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt haben. Meist handelt es sich dabei um Flüchtlinge, die in ihrer Heimat aus politischen oder anderen Gründen verfolgt werden oder die es wegen eines Krieges, Bürgerkrieges oder eine Naturkatastrophe beispielsweise verlassen mussten, um ihr Überleben zu sichern. Flüchtlinge sind also Menschen, die zur Flucht gezwungen sind. Menschen, die aus eigenem Antrieb ihr Land verlassen, werden als Migranten bezeichnet. Beides, Flucht und Migration, ist nicht immer trennscharf voneinander zu unterscheiden. Nach absoluten Zahlen ist Deutschland zwar das Land in Europa, in dem seit vielen Jahren die meisten Menschen Asyl beantragen (2024 rund 230 000) und in dem auch die meisten Asylanträge bewilligt werden. Da Deutschland aber mit gut 84 Millionen Einwohnern bei weitem auch das bevölkerungsreichste Land Europas ist, liegt der Anteil der Asylbewerber an der Gesamtbevölkerung bei vergleichsweise mittleren 3 Bewerbern je 1000 Einwohnern. Hingegen weisen Griechenland (7), Irland (5) und Island (9) deutlich mehr Bewerber auf. Sehr geringe Quoten von weniger als einem Bewerber pro 1000 Einwohnern haben hingegen mittelosteuropäische, osteuropäische und südosteuropäische Staaten.