Starthilfen, Seite 30/31 | Diercke Praxis SII Einführungsphase
Das Operatorwort erläutern bedeutet, dass Sie einen Sachverhalt nicht nur benennen, sondern auch nachvollziehbar so darstellen, dass Ursachen, Folgen und Gesetzmäßigkeiten verständlich werden. Diese sollen Sie mit Beispielen aus dem Material belegen. Sie sollen also erklären, warum es diesen Wechsel überhaupt gibt.
Schritt 1: Verschaffen Sie sich einen Überblick über M9
Schauen Sie sich zunächst die vier Teilkarten von M9 an (21. März, 21. Juni, 23. September, 21. Dezember).
- Was verändert sich zwischen den vier Zeitpunkten? Achten Sie besonders auf die gelben Punkte (Zenitstand der Sonne) und die hellblaue Fläche (Kalmen)
- Zenitstand der Sonne heißt, dass die Sonne senkrecht (im Zenit) über dem Beobachtungspunkt auf der Erdoberfläche befindet.
- Kalmen ist die Bezeichnung für Windstille
- Wo genau steht die Sonne am 21. Juni im Zenit? Wo am 21. Dezember?
- Was fällt Ihnen auf, wenn Sie die Lage der Kalmenzone in den vier Karten vergleichen?
Leitfrage: Wandert der Zenitstand der Sonne im Jahresverlauf – und wenn ja, wohin und warum?
Schritt 2: Verbinden Sie M9 mit M7
M7 zeigt Ihnen den vollständigen Passatkreislauf für die Monate Juni und Dezember – hier sehen Sie, was in der Atmosphäre tatsächlich passiert.
- Was passiert mit der Luft dort, wo die ITC (innertropische Konvergenzzone) liegt? Verfolgen Sie die Pfeile: Steigt die Luft dort auf oder sinkt sie ab?
- Welche Folge hat aufsteigende, feuchtwarme Luft für das Wetter am Boden? (Denken Sie an Wolkenbildung.)
- Was passiert dagegen in den Bereichen, in denen die Luft wieder absinkt (bei den H-Symbolen)?
- Vergleichen Sie die Position der ITC im Juni-Bild mit der im Dezember-Bild: Verschiebt sich die ITC mit dem Zenitstand aus M9?
Schritt 3: Bringen Sie beide Materialien zusammen
Versuchen Sie nun, folgende Kette in eigenen Worten zu vervollständigen:
Zenitstand der Sonne wandert → … → ITC verlagert sich → … → an einem Ort herrscht mal Regenzeit, mal Trockenzeit
Leitfragen zur Vervollständigung:
- Warum regnet es dort, wo sich die ITC befindet?
- Warum beginnt an einem Ort die Trockenzeit, sobald die ITC weitergewandert ist und stattdessen die absinkende Luft dort wirkt?
- Was bedeutet es für einen Ort, der sehr nah am Äquator liegt, im Vergleich zu einem Ort, der näher an einem Wendekreis liegt? (Tipp: Überlegen Sie, wie oft und wie lange die ITC einen Ort jeweils erreicht.)
Im Buch auf S. 66 werden die Luftströmungen in den Tropen auch noch einmal ausführlich erklärt – auch hier können Sie noch einmal nachlesen.
Tipp für den Aufbau Ihrer Antwort
- Kurze Einleitung: Wechselfeuchte Tropen sind durch Regen- und Trockenzeiten geprägt.
- Erklärung der jahreszeitlichen Wanderung des Zenitstands (M9)
- Erklärung, wie sich mit dem Zenitstand die ITC und der gesamte Passatkreislauf verlagern (M7)
- Erklärung, warum es regnet, während die ITC sich in der Region befindet und warum es trocken ist, wenn die Region in den Einfluss der absinkenden Luft gerät
- Kurzer Ausblick: Warum ist die Regenzeit näher am Äquator länger/regelmäßiger als weiter entfernt?
Fachbegriffe
Zenitstand, innertropische Konvergenzzone (ITC), Passat, Hadley-Zelle, aufsteigende/absinkende Luftmassen, Kalmen, jahreszeitliche Verlagerung, feuchtwarme Luftmassen